Online-Tanzkurse leicht gemacht (09.04.2020)

So fallen dir Online-Tanzkurse leicht - optimal konzipieren, erstellen und produzieren
- Ein Erfahrungsaustausch von und für TanzlehrerInnen

In diesem Artikel sprechen wir, Delanna und Heidemarie, mit dir darüber, was wir in der (jüngsten) Vergangenheit als wesentlich zu beachtende Punkte in Bezug auf die Produktion von Online-Tanzkursen gemacht haben. Warum? Ganz einfach: wir denken, Tanzvideos sollten so professionell wie möglich entstehen, damit unsere Tanzschüler und Kunden bestmöglich davon profitieren können.
Gute Tanzvideos sind gut fürs Tanzen lernen, und wer gut Tanzen lernen kann, hat Freude ins Tanzen zu kommen und verbindet Tanzen mit etwas grundlegend Schönen – egal zu welcher Zeit und an welchem Ort!

Und was liegt da näher, als sein Wissen zu teilen. Wichtig ist uns dabei, wenn du unsere Anregungen liest: wir erheben hierbei keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sind uns sehr sicher, dass jeder von unseren Kollegen hier die Liste vervollständigen könnte. Schreib uns gerne, wenn du hier noch was ergänzen möchtest, eine Email, wir setzten dich dann gerne (namentlich) mit in diesen Artikel als Co-AutorIn.

Wir haben bei der Zusammenstellung nach und nach gemerkt, dass dies schon fast ein kleines E-Book werden könnte, so umfangreich sind dann doch unsere Ausführungen geworden. Dieser Artikel wird dir dann ganz besonders helfen, wenn du Einsteiger in dieses Thema bist oder erst vor Kurzem mit Online-Unterricht begonnen hast oder noch nicht ganz zufrieden bist, wie es dir bisher gelingt. Dann wirst du nicht nur Hinweise und Tipps finden, sondern innerlich Klarheit bekommen, was du tun musst, damit du noch besser in diesen neuen und verschiedenen Aufgaben wirst. Nimm dir also ein paar Minuten Zeit und du wirst unmittelbare Effekte für dich erzielen können!

Deine Heidemarie & Delanna

 

Online-Tanzkurse erstellen – dein Weg zu einer eigenen Online-Tanzschule

Dieser Artikel ist voll von Tipps zur Technik, dem Setting sowie zur Methodik/Didaktik und den persönlichen Voraussetzungen, die du brauchst und, die dir sofort nutzen werden. Wir werden hier nicht besprechen, ob es genau für dich sinnvoll sein kann, Tanzvideos zu erstellen. Uns geht es explizit darum, dich darin zu unterstützen, wenn du auf jeden Fall Videos machen möchtest. Mit unserem Know How kannst dir direkt Tanztutorials erstellen, ohne, dass du das vorher gelernt haben musst.

Und deshalb gleich zu Beginn: 3 wertvolle Anregungen bevor du startest

  1. Schaue dir professionelle Video-Tanzkurse von anderen an, um einen ersten technischen wie auch didaktischen Eindruck zu bekommen, wie sowas gehen könnte
  2. Mach Probeaufnahmen, die du für dich auswertest, und schau dann, was du mit zusätzlicher Technik ect. zum Positiven steigern kannst.
  3. Mach dir ein Konzept, wie, was und für wen du in jedem einzelnen Video vermitteln möchtest.

Und jetzt steigen wir ein – nun bekommst du einen Überblick der Faktoren, von denen direkt abhängt, wie gut deine Videos am Ende werden:


A  DIE TECHNIK

Im Wesentlichen brauchst du zum Filmen eine Kamera/Handy und ein flottes Internet, um dieses Video hochzuladen. Alles andere kommt jetzt:

Umso mehr Faktoren du beachtest bzw. beachten kannst, umso besser werden deine Videos – und gute Videos bedeutet mehr Lerneffekt für deine Schüler und im besten Fall auch die Weiternutzung deines Videos durch die selbst und damit eine Nutzenmultiplizierung deiner Arbeit, die du reingesteckt hast.

Wenn du ein Team hast, super, ansonsten sei dir gewiss, dass du bei einer Videoproduktion 10-20 Jobs mit einem Mal zu erledigen hast. Das mag dir am Anfang vielleicht etwas schwer fallen, doch nach den ersten beiden Wochen (wenn du täglich filmst) wirst du darin geübter, die Hemmungen fallen, die Routine stellt sich ein und ab der 3. Woche fühlt es sich schon wie eine (vorübergehende)  neue Arbeit an.

Im Wesentlichen richtest du ein Set ein, einen Drehort, d.h. du funktionierst nun deinen Tanzsaal oder dein Tanzstudio (oder dein Wohnzimmer/ Garten) um. Hierbei sind folgende 3 Schwerpunkte besonders beachtenswert:

 

# 1    Raum/ Hall – sorge dafür, dass du einen Raum ohne Hall/Nachhall nutzt und/oder deinen Raum so präparierst, dass es nicht mehr hallt oder schallt wie: Schallabsorber, Pyramiden-, Noppen- oder Akustikschaumstoff, schalldämmendes Wandflies o.ä. (hier musst du ausprobieren, oder du hast einen Akustiker an der Hand).

# 2   Licht/ Ausleuchtung – Sorge für eine gute Ausleuchtung deiner Tanz-Fläche durch Softboxen, Ringlichter, Videoleuchten, Hintergrundlichter oder Lichtpanel – das Wichtigste ist, dass du im Raum klar, scharf und schattenarm erkennbar bist, denn im Tanzen kommt es auf Details an.

# 3   Tageslicht – ganz erheblich ist die natürliche Beleutung deines Raumes durch Tageslicht, denn es bestimmt zusätzlich, wie viel Lichtzeit du hast um deine Videos zu drehen. Vielleicht dunkelst du aber auch deinen Raum erst einmal ab, um ihn dann gut auszuleuchten. Mit einer konstanten Ausleuchtung könntest du zu jeder Zeit Videos machen, und so auch deine Zeit freier einteilen.

# 4   Sound – Einspielen oder Reinschneiden? Eine große Frage ist die Musik und wie sie ins Video kommt, wenn du das möchtest. Hier empfehle ich dir auszutesten, wie gut das Einspielen durch deine Musikanlage ist, im Verhältnis zum Aufwand des Reinschneidens mit deinem Nachbearbeitungsprogrammes. Dies kannst du in der Postproduktion machen, die ich dir ans Herz lege: nur so kannst du gezielte Videoausschnitte zeigen, und das weglassen, was nicht geklappt hat oder vermittelt werden soll.

# 5   Laptop, Kamera, Handy, Mikro & Co. – dein Equipment sollte deine Aufzeichnung in einer hohen Qualität ermöglichen: deine Videos sollen im besten Fall auch auf großen Bildschirmen eine gute Auflösung haben, zugleich aber nicht zu lange zum Zwischenladen brauchen oder gar die Videokapazität deiner Website/deines Drittanbieters zu schnell aufbrauchen. Ein Mikro brauchst du vor allem dann, wenn dein Raum zu stark hallt. Hier bietet dir ein kabelloses Headset den meisten Komfort.

 

 

B  DAS SETTING

Deine Technik ist u.a. raumabhängig. Je nachdem, was er für den Dreh „hergibt“, musst du neu „justieren“. Eine Tanzschule, Tanzstudio oder Turnhalle ist per se ja nicht als Drehort eingerichtet worden, das musst du nun übernehmen.
Hier gibt’s eine erste Orientierungshilfe:

 

# 1   Raumgröße – umso größer der  Raum, desto mehr kann es hallen: überlege, ob ein Mikro sinnvoll ist, um verständlich auf dem Video zu sein, und kaufe es ggf. um dir sicher zu sein, was du damit noch Gutes erreichen kannst.

 

# 2   Positionierung der Kamera – wichtig ist, dass hier maximal ein(e) Spiegel(wand) im Hintergrund zu sehen ist, um so das  Schauen für den Nutzer so einfach wie möglich zu machen. Weitere Spiegelungen stören tatsächlich das Auge und somit die Konzentration aufs Wesentliche.

 

# 3   Markierung auf der Tanzfläche – diese erleichtern dir das tägliche Einrichten des Settings, ein absoluter Zeitsparer!

 

# 4   Werbebanner aufstellen – alles was aus deiner „Fabrik“ ist, sollte auch deinen „Stempel“ als Wiedererkennungswert haben: so werden auch deine Videos Teil deines Brand und können zudem auch nicht „ausversehen“ irgendwie woanders laden, ohne dass es offensichtlich ist

 

# 5   Spiegel oder nicht Spiegel? – ob du einen Spiegel nutzt oder nicht, ist meines Erachtens Geschmacksache oder auch der situativen Möglichkeiten geschuldet. Ein Spiegel effektiv eingesetzt, hat dein Zuschauer direkt mehrere Perspektiven auf eine Bewegung.

 

Prinzipiell gilt: alles was hilft dem Nutzer darin zu unterstützen, dass er die Bewegung bzw. Bewegungsabläufe versteht und gut nachvollziehen kann, solltest du machen oder wenigstens ausprobieren. Hier hilft die Rückmeldung deiner Teilnehmer enorm – gutes Feedback ist wertvoll bei der Optimierung deiner Videos.

 

 C  DIDAKTIK & METHODIK

Ganz ehrlich – für mich bedeutet es viel mehr Anstrengung und Aufwand, meine Kurseinheiten in ein neues Unterrichtskonzept zu gießen und diese als Videoproduktion umzusetzen als das Offline-Tanzunterrichten. Mich strengt es an, zu dem ich das Feedback meiner Menschen für meine Tanzstunden brauche um ihnen einen Maßgeschneiderten Unterricht zu bieten. Doch ich mache das normalerweise ja auch nicht jeden Tag. Nach den ersten Wochen ausschließlich Online-Unterrichten, fasse ich meine neuen Erkenntnisse zusammen:

 

Folgendes ist wichtig, wenn du dich dazu entschließt, Online-Tanzstunden anzubieten: Umso nachvollziehbarer deine Anleitungen sind, desto optimaler lernen deine TanzschülerInnen. Umso besser du deine Tanzschüler kennst, desto besser genauer kannst du anleiten. Hier bekommst du zur Herangehensweise noch ein paar Anregungen, die du in den Fokus nehmen kannst:


# 1   Level berücksichtigen – Welcher Tanzstil in welchem Level  möchtest du unterrichten? Wichtig: umso weniger Tanzerfahrung deine Tanzenden haben, desto detaillierter muss deine Tanzanleitung sein.

 

# 2   Einheiten – Videos mit einer Länge von ca. 20 min werden deutlich lieber geschaut als mit mehr Länge, das hat mit unserem Gehirn zu tun: teile deine Unterrichtseinheiten so auf, dass die Videos in dieser Länge entsprechen, gerade bei Kinder. Diese haben noch nicht entwickelt, vom Video Bewegungen zu lernen.

 

# 3   Perspektiven wechseln – wenn wir offline unterrichten, dann schauen die Teilnehmer dir zu und sehen die Bewegung direkt „3D“ und können so sehr gut erfassen, was du machst; auf einem Video ist nur 2D schauen möglich, ein Perspektivwechsel unterstütz noch mehr das Vorstellungsvermögen deiner  Tanzenden.

 

# 4   Einzelne Schritte/ Figuren/ Handhaltung/ Shapes – Das, was du unterrichten möchtest, MUSS auf kleiner Fläche funktionieren, d.h. deine Figuren oder Bewegungen müssen an den Platz, den deine Tanzenden haben, angepasst sein, damit diese eine reelle Chance haben, alles nachzutanzen. Dadurch steigerst du von vornherein das Erfolgserlebnis.

 

Wir sind uns einig: ein Online-Tanzkurs kann keinen Offline-Tanzkurs ersetzten, weil die Rückmeldung zwischen Tanzlehrer und Tanzschüler fehlt. Die ständige Rückkopplung zwischen beiden hilft uns unsere Tanzstunde ständig feinzujustieren. D.h. wir schauen, wie das, was wir zeigen aufgenommen und umgesetzt wird und entschieden daraufhin, wie wir weiter fortfahren. Diese Entscheidung machen wir permanent. Deshalb wird eine Tanzstunde immer individuell für die anwesende Gruppe (natürlich auch Einzelschüler).

 

DER VERGLEICH Live-Streaming vs. Voraufnahme

 

Damit du für dich und deine Community die optimale Lösung findest, vergleiche ich für dich beide Seiten nochmal:

 

+ Vorteile von Live-Streaming
1. Sofortiges persönliches Verbindlichkeit zwischen Tanzschülern und Lehrern, was insgesamt zu einem größerem Engagement fürs Tanzen führen kann. Ebenso werden die Gefühle der Gemeinschaft gestärkt und Gefühle der Isolation reduziert.
2. Ein reaktionsschnellerer Austausch zwischen Tänzern und Lehrern, der verhindert, dass  Missverständnisse beim Nachvollziehen der Anleitung entstehen

- Nachteile von Live-Streaming
1. Es kann schwieriger sein, gemeinsame Zeiten für alle Tänzer und Lehrer zu planen; sobald der Schüler nicht mehr in die Tanzschule als anderen Ort als sein Zuhause wahrnimmt, fordern in die Dinge des Alltages.
2. Einige Tänzer stehen möglicherweise vor den technischen Herausforderungen oder Schwierigkeiten, wenn sie kein schnelles Internet oder einen guten Laptop haben.

+ Vorteile der Voraufnahme
1. Die Lernerfahrung ist für verschiedene Tänzer und ihre Familien zugänglicher.
2. Erhöhtes Engagement, da Tänzer mehr Zeit haben, sich mit den Inhalten zu beschäftigen.

- Nachteile der Voraufnahme
1. Tänzer fühlen sich ohne die soziale Interaktion möglicherweise weniger persönlich engagiert und weniger zufrieden, weil sie sich nicht so stark wie in der Tanzklasse motivieren können.

  1. Choreografie und der Unterricht können ohne die Echtzeitinteraktion missverstanden werden, d.h. die Anleitung liegt immer im Nutzer, der Lehrer kann dies nicht mehr beeinflussen, wie der Schüler etwas versteht.

 

Fest steht: Ob vorproduziert oder nicht, mit einem Bildschirm zu lernen ist per se für viele Tanzschüler eine ganz neue Erfahrung und auch Herausforderung. Die meisten meiner Kollegen, mit denen ich mich zu diesem Thema austauschte, gaben an, dass nur 50-60% der Tanzschüler von Offline auf Online umgestiegen sind (wenn das eine Ersatzleistung war). Der Rest freute sich einfach, dass er potentiell die Möglichkeit hatte.

 

Ein Online-Tanzkurs funktioniert also dann besonders gut, wenn:

 

  1. Der Offline-Unterricht vorübergehend überbrückt werden soll (denn deine Tanzschüler haben schon eine gute Verständnisbasis).
  2. Das Offline-Lernen unterstützt werden soll (dadurch können z.B. neuronal langsamere Schüler mit den neuronal schnelleren besser mithalten, wenn sie alles auf Video noch x-mal anschauen konnten).
  3. Einzelne Schüler sich auf einen Tanzkurs vorbereiten wollen oder z.B. auf eine Hochzeitstanzstunde, um so schon ein paar Vorkenntnisse zu erlangen.
  4. Es sich um leicht nachvollziehbare Bewegungen handelt, die aus verschiedenen Perspektiven gezeigt werden.
  5. Die Erklärungen der Bewegungen mit reellen, aus Unterrichtserfahrung her rührenden Erläuterungen ergänzt werden; und auf den Vorerfahrungen der Tanzschüler aufbauen.

 

 

D  DEINE PERSÖNLICHKEIT

 

So einiges hängt von der Umgebung ab, doch das meiste von dir, wie gut das Tanz-Tutorial wird. Je öfter du das machst, umso normaler bewegst du dich vor der Kamera und empfindest es normal mit dieser zu interagieren.

 

Erst dann kommt dein persönlicher Unterrichtsstil deiner Live-Tanzstunden auch online rüber. Ich war froh, dass ich schon vor über 2 Jahren mit Whats App-Videos für meine Familie und später auch auf Instagram für meine Freunde und Kunden aufnahm. Auch die Erfahrungen des Sprechens durch meinen Podcast sind nun Gold wert, denn Sprechdenken musste ich, Heidemarie, erst nach und nach entwickeln.


# 1   Die Präsenz vor der Kamera
ist eine andere als im Kurs oder Training: dein Energielevel muss sofort da sein um die Zuschauer genauso mitzunehmen und zu motivieren. Mehr noch: du solltest ähnlich wie beim Make Up ein bisschen mehr geben, als du das vielleicht normalerweise machst, damit das Unterrichten nicht langweilig wirkt. Ein gutes Video ist mehr als nur eine gute Erklärung. Dies solltest du verinnerlichen, wenn du dauerhaft gute Videos machen möchtest!

TIPP Ich empfehle dir durch Übungen deine Energie und Präsenz vor der Kamera (vielleicht auch erst mal alleine) zu üben um zu testen, wie du rüber kommst.

 

# 2   Augenkontakt halten ist sehr wichtig, damit sich er Zuschauer angesprochen fühlt, denn er ist dies ja durch deine Live-Tanzstunden ja bereits gewöhnt. Es gibt signifikante Unterschiede in den Abrufen deiner Videos, wenn du in die Kamera blickst (oder nicht).

TIPP Mach ruhig das ein oder andere Übungsvideo, in dem es nicht so sehr darauf ankommt, was du genau sagst, sondern du den Blickkontakt zur Kamera hältst. Umso stärker du dir vorstellen kannst, wer das Video am Ende schaut, desto leichter fällt es dir dich zu überwinden und einen Kontakt aufzubauen.

 

# 3   Wähle deine Kleidung nicht zufällig, denn um so dunkler deine Kleidung ist, um so sichtbarer bist du auf dem Video zu sehen. Probiere aus, welche Kleidung dafür in Frage kommt. Auch „Barfuß“ muss getestet werden, je nachdem welche Farbe dein Boden hat, sind die nakten Füße ggf. weniger gut sichtbar.

TIPP Kurze Aufnahme mit verschiedenem Equipment, dann siehst du, was du an Schuhen oder Strümpfen nutzen musst.

 

# 4   Wähle eine klare, fließende und deutliche Aussprache mit so wenig Akzenten wie möglich, damit dein Tanzschüler dich immer gut verstehen kann. So kann deine Anleitung am besten nachvollzogen werden. Auch Witze und Sprüche, die du vielleicht sonst im Unterricht machst, sollten reduziert werden (Live nicht unbedingt). Stell dir vor, es schauen sich deine Schüler dein Video mehr als einmal an, dann kann ein Witz vielleicht schon wieder nerven. Vermeide Aähms, die unterbrechen die Nachvollziehbarkeit deines Zuschauers. Sprich flüssig!

TIPP Statt dem Ähm einfach Luft holen. Wer ähm macht, hat seinen Gedanken, den er aussprechen möchte, noch nicht fertig gedacht. Sprechdenken ist deshalb eine Fähigkeit, die sich mit der Zeit entwickelt, wenn du das trainierst.

 

# 5   Deine Sicherheit im Tanz-Unterrichten wird auf dem Video noch deutlicher: kannst du das, was du vermitteln willst wirklich oder eher weniger sicher? Übe ggf. erst ein, was du unterrichten möchtest, bevor du es auf Video tust. Die Menschen verzeihen einem live eher einen Schnitzer als auf einem Video. Das kommt daher, dass der Nutzer deines Tutorials schon viele viele gute Videos (auch aus anderen Bereichen) gesehen hat, und daher schon unbewusst Erwartungen geschürt wurden, unabhängig von dir als Person.

TIPP Unterrichte vor der Kamera nur das, was du sicher rüberbringen kannst. Umso sicherer du bist, umso reibungsloser läuft der Dreh und umso weniger muss das Rohmaterial nachbereitet werden. Und das spart dir weitere Zeit.
TIPP Das Aufzeichnen deines Unterrichtes kannst du zudem für dich selbst nutzen um dein Unterrichten generell zu optimieren. Denn was dir auffällt, das fällt auch anderen auf – positive wie negativ.

 

# 6   Struktur und Stringenz im Unterrichten ist das A und O – nur wenn deine Erklärungen systemtisch aufeinander aufbauen und durchgehend Sinn ergeben, dann kannst du dich optimal verständlich machen. Kleinschrittigkeit ist ein Schlüssel zum Erfolg. D.h. es macht total Sinn für ein Video noch etwas kleinschrittiger als live zu unterrichten. Damit bietest du dem Schüler die größtmögliche Chance das gut nachvollziehen zu können, was du möchtest, was er tun soll.

TIPP Notiere dir eine Herangehensweise, wie du vorgehen möchtest z.B. erst ganz langsam, dann langsam, normales Tempo ohne Musik, dann die selbe Abfolge mit Musik, kurze Bewegungsabfolgen langsam aufbauen, klare Anweisungen, kurze Sätze und spätestens nach 6-8 Minuten Erklärungen die Gelegenheit geben selbst tätig zu werden.

TIPP Trau dich auch den Schüler im Video eine Pause machen zu lassen, die er selber bestimmt um mit Musik zu üben und um dann mit dir weiterzumachen.

 

Was für super umfangreiche erste Einführung in das Thema dieser Artikel geworden ist– wir haben die wichtigsten Aspekte für dich aufgeführt und freuen uns, wenn du uns schreibst, ob und was du dir davon mitnehmen konntest und wie es deine Ergebnisse beeinflusst hat.

 


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Jasmin

Blog-AutorinHeidemarie A. Exner

Die TanzBotschafterin ist passionierte Tanzlehrerin, Dozentin und zertifizierte I-TP-Tanzpädagogin und arbeitet als solche den ganzen Tag mit großen und kleinen und großen mit kleinen Menschen zusammen, um ihnen die bestmöglichsten Voraussetzungen zu schaffen, um ins Tanzen zu kommen und dadurch zu Leuchten. Mehr über sie erfährst du HIER

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